Welche Mittel gegen Haarausfall gibt es?

Wer Haarausfall hat kann oft nicht viel dagegen machen. Es gibt zahlreiche Faktoren für Haarausfall und viele sind noch lange nicht geklärt. Einige Mittel gegen Haarausfall versprechen einen normalen und kräftigen Zuwachs und weniger Haarausfall. In diesem Artikel möchten wir Minoxidil und 17-alpha-Estradiol vorstellen. Diese Inhaltsstoffe sollen dem Haar wieder Leben einhauchen.

Minoxidil

Ein eher unbekanntes Mittel was kaum erforscht wurde. Man weiß noch nicht sicher wie das Mittel wirkt, doch scheint es oft einen positiven Effekt beim Haarwuchstum aufzuweisen. Besonders Frauen sprechen auf dieses Mittel relativ gut an. Frauen haben manchmal zu viele männliche Geschlechtshormone, die für einen vermehrten Haarausfall sorgen können. Man vermutet das Minoxidil die Durchblutung zu den Haaren verbessert und so die Haare besser mit Nährstoffen versorgt werden können und wieder wachsen. Leider ist bei Männern kaum ein verbesserter Effekt vorhanden und kann nur den Haarausfall verzögern. Nur etwa 10-20% der Anwender merken was von dem Mittel. Alle anderen können nicht zu hundert Prozent mit dem Ergebnis glücklich werden.

Wie bei vielen anderen Mitteln ist es leider auch bei Minoxidil so, dass die Wirkung nach dem Absetzen völlig aufhört. Da es bisher keine ausreichenden Studien zu Minoxidil gibt, kann klinisch nicht bestätigt werden, dass Minoxidil bei Haarausfall völlig hilft.

17-alpha-Estradiol

Dieses Mittel gehört zu einer Gruppe von Hormonen und hemmt ein Enzym namens 5-alpha-Reduktase. Dieses Enzym wird für einen hormongesteuerten Haarausfall verantwortlich gemacht. Durch das hemmen dieses Enzyms sollen Haare erfolgreich wieder wachsen und das sowohl bei Frauen als auch Männern. Eine Behandlung ist momentan eigentlich nicht zu empfehlen, da keine Nachweise für die Wirkung dieses Mittels vorliegen. Einzige Anwender wären Menschen mit hormonell bedingtem Haarausfall.

Ihnen fällt das Haar aus und sie wollen etwas dagegen tun? Das einfachste Mittel gegen Haarausfall, neben einer guten Ernährung und dem Vermeiden von Stress, ist ein gutes Shampoo. Dieses reinigt das Haar und die Kopfhaut von Staub, Öl und anderen Verschmutzungen.

Worauf sollte man bei Shampoo gegen Haarausfall achten?

Der Kauf eines Shampoos birgt immer ein gewisses Risiko, da spezielle Shampoos gegen Haarausfall nicht gerade preiswert sind und ein Erfolg nicht garantiert ist. Die Auswahl ist gigantisch und das eine Shampoo mag bei manchen Menschen helfen, bei anderen wiederum nicht. Dies ist unter anderem darin begründet, dass es viele verschiedene Ursachen für Haarausfall gibt und nicht alle gleich behandelt werden. Deshalb sollten sie zunächst den Typ ihres Haarausfalls identifizieren.

Zudem ist nicht nur der Typ des Shampoos wichtig, sondern auch die verwendete Menge. Menschen mit kurzen Haaren sollten nicht mehr als 6ml Shampoo verwenden, während Menschen mit langen Haaren bis zu 10ml verwenden können. Dies variiert jedoch von Mensch zu Mensch, bzw. Haartyp zu Haartyp, so dass es am besten ist, wenn sie mit der Menge etwas herumexperimentieren um die für sie ideale Menge zu bestimmen.

Beim Kauf sollten sie darauf achten, dass das Shampoo (sowie alle anderen Mittel gegen Haarausfall) keinerlei Alkohol enthält, da dieses das Haar austrocknet und die natürlichen Proteine des Haars angreift und so ihr Haar schädigt. Natürliche Inhaltsstoffe sind gute Inhaltsstoffe. Diese reinigen ihr Haar auf eine sanfte Weise und liefern dem Haar wichtige Nährstoffe. Produkte mit Vitaminen, wie zum Beispiel Biotin, können das natürliche Haarwachstum stimulieren. Teebaumöl ist ein weiterer guter Inhaltsstoff. Es ist sehr gut führ ihr Haar und die Kopfhaut und in vielen Shampoos gegen Haarausfall enthalten.

Viele der im Handel erhältlichen Schampoos sind oft sehr teuer und können eine große Menge an Chemikalien enthalten, welche ihre Haare auf lange Zeit schädigen können. Ein kostengünstiges und natürliches Mittel gegen Haarausfall bietet selbstgemachtes Shampoo. Diverse Rezepte finden sich kostenlos im Internet.

Für die finale Wäsche des Haares sollten sie immer kaltes Wasser benutzen. Dies hilft die Haare zu versiegeln und somit die Feuchtigkeit einzuschließen und gibt den Haaren mehr Glanz. Nach dem Waschen sollten sie ein Handtuch um den Kopf wickeln und leicht anpressen. Sie sollten vermeiden die Haare trocken zu „rubbeln“. Nach dem Waschen sind die Haare feucht und schwach. Das Rubbeln kann in diesem Zustand die Haare beschädigen.

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Behandlung von Haarausfall

In den vergangenen Jahren hat die Medizin enorme Fortschritte in der Haarausfall Behandlung gemacht. Mit der Entwicklung der 5-alpha-Reduktase-Hemmer wie Propecia und den Fortschritten auf dem Gebiet der Eigenhaarverpflanzungen ist für viele Menschen das Leben mit spürbarem Haarausfall leichter geworden. Dank moderner Technologie ist es nun möglich den Verlauf von Haarausfall zu verlangsamen oder sogar komplett zu stoppen und verlorengegangenes Haar mit Hilfe der Chirurgie wieder zu ersetzen. Trotz alle dem sind viele der heutzutage auf dem Markt verfügbaren Mittel immer noch als „Schlangenöl“ zu bezeichnen.

Man kennt sie, die Anzeigen in Männermagazinen und im Internet, die für „Wunder“-Präparate werben. Unterm Schlussstrich kosten diese Mittel jedoch nur sehr viel Geld und helfen nicht bei der Haarausfall Behandlung. Es hat einen Grund, warum ihnen diese Produkte nicht von ihrem Arzt empfohlen werden.

Den folgenden zwei Behandlungsmethoden wurde in klinischen Versuchen eine erfolgreiche Behandlung bei Haarausfall nachgewiesen:

  • Finasteride, Proscar/Propecia

Finasteride ist ein generischer Name für die Markenprodukte Proscar und Propecia. Finasteride wurde ursprünglich von Merck als Medikament zur Behandlung einer vergrößerten Prostata entwickelt. Während der Versuchsphase bei Männern mit Prostataproblemen wurde ein faszinierender Nebeneffekt festgestellt: Haarwachstum.

Das Mittel wurde 1997 in Amerika für den öffentlichen Markt genehmigt und ist seit dem als Mittel zur Behandlung von Haarausfall zugelassen und wird von vielen Männern weltweit geschätzt.

Wie funktioniert Finasteride?

Der Erfolg von Finasteride beruht auf seiner Möglichkeit die Typ II-Alpha-Reduktase zu hemmen, ein Enzym das Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) umwandelt. Finasteride kann den DHT Level bei täglicher Einnahme effektiv um bis zu 60% absenken. DHT verkleinert die Haarwurzeln, was schlussendlich zu Haarausfall führt. Eine Verringerung des DHT um 60% stoppt den Vorgang des Haarverlusts in 86% aller Fälle. Bei 65% wurde eine substantielle Zunahme im Haarwachstum festgestellt.

  • Minoxidil (loniten)

Minoxidil (Ioniten) war das erste Medikament, welches in den USA für die Behandlung von Haarausfall zugelassen wurde. Für viele Jahre wurde Minoxidil in Pillenform zur Behandlung von zu hohem Blutdruck genutzt. Menschen die das Medikament einnahmen, stellten Haarwachstum an unerwarteten Stellen fest, wie zum Beispiel den Wangen oder den Handrücken. Manchen wuchs sogar Haar auf der Stirn.

Einige Forscher fingen darauf hin an Minoxidil oberflächlich, direkt auf dem Kopf, anzuwenden, in der Hoffnung das Haarwachstum an kahlen Stellen anzuregen. Dies gelang auch in unterschiedlichem Maße. Für seine Zeit revolutionär.

Während Minoxidil in klinischen Versuchen eine Verlangsamung des Haarausfalls und ein Nachwachsen von einigem Haar nachgewiesen werden konnte, wird es von den meisten Experten jedoch nur als ein relativ geringfügig effektives Medikament im Kampf gegen den Haarausfall angesehen. Da Minoxidil keinen Effekt auf den Hormonhaushalt des Körpers hat sind die Effekte als temporär anzusehen und die Ergebnisse auf lange Sicht gesehen eher enttäuschend.

Dennoch ist das Mittel für die Menschen empfehlenswert, bei denen Finasteride nicht wirken oder für diejenigen, die ihrer Behandlung noch ein weiteres Mittel hinzufügen möchten. Es sollte jedoch nicht das erste Mittel in der Haarausfall Behandlung sein, sondern eher als eine Art Notlösung angesehen werden.

Fazit:

Beide Mittel sind kaum getestet und haben relativ viele Nachteile. Besonders 17-alpha-Estradiol sorgt oft für Brennen der Kopfhaut. Wenn Haarausfall genetischer Natur ist, kann man wahrscheinlich sowieso nur wenig machen. Bei hormonellen Problemen wird sicherlich in den nächsten Jahren ein erfolgreicheres Mittel erscheinen. Oft kann man auch Stress und Depression für starken Haarausfall verantwortlich machen. Bei Mangelerscheinungen durch die falsche Ernährung oder eine Diät kann es ebenfalls zu einem starken Haarausfall kommen. Sollte man nicht im normalen Maße Haare verlieren, ist ein Arztbesuch dringend erforderlich.