Keuchhusten bei Kindern

Krankheiten bei Kindern sind mitunter besorgniserregend für die Eltern und unangenehm für die Kleinen, jedoch auf Dauer nicht zu vermeiden. Besonders verbreitet ist der Keuchhusten, der sowohl hoch ansteckend als auch bedrohlich für bestimmte Risikogruppen ist, und zudem nicht auf Kinder beschränkt.

Keuchhusten bei Kindern – Die Symptome und Stadien auf einen Blick

Die Inkubationszeit – also die Zeitperiode zwischen Ansteckung und dem Ausbrechen der Krankheit – beträgt normalerweise zwischen fünf und vierzehn Tage. Nach dieser Zeit beginnt das erste Stadium, was auch als Stadium catarrhale bekannt ist. Dieses dauert etwa eine bis zwei Wochen lang an und ist geprägt von Symptomen wie leichtem Schnupfen, wenig bis gar keinem Fieber und bislang noch leichtem Husten. Zu dieser Zeit kann der Keuchhusten bei Kindern leicht für eine gewöhnliche Erkältung gehalten werden.

Das zweite Stadium, das Stadium convulsivum, kann sich vier bis sechs Wochen lang halten und geht mit einem drastisch verschlimmerten Husten einher. Das charakteristische Merkmal in diesem Stadium ist der krampfartig auftretende Stakkatohusten, bei dem mehrere heftige Hustenanfälle hintereinander vorkommen, denen oftmal ein heftiges Einatmen, ein Auswürgen von Schleim oder gegebenenfalls Erbrechen folgt. In den Zeitabständen zwischen den vor allem bei Nacht und Anstrengung auftretenden Hustenanfällen wird Ihr Kind nicht von Fieber oder ähnlichem beeinträchtigt.

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Das finale Stadium, Stadium decrementi genannt, markiert das langsame Ausklingen der Erkrankung. In dieser Zeit nehmen die Hustenanfälle allmählich ab. Sofern keine Antibiotika zur Unterstützung gegeben werden, kann das Stadium decrementi bis zu zehn Wochen anhalten. Der Keuchhusten bei Kindern sollte keinesfalls unterschätzt werden.

Keuchhusten bei Kindern: Was Sie als Eltern sonst noch beachten sollten

Obgleich der Keuchhusten bei Kindern besonders verbreitet ist, ist er nicht ausschließlich auf Kinder limitiert. Auch Jugendliche und Erwachsene können an Keuchhusten erkranken und in besonders schweren Fällen kann die Erkrankung auch tödlich verlaufen, auch wenn dies nicht häufig vorkommt. Besonders für Säuglinge, die ja nicht geimpft werden konnten, ist diese Krankheit ein Risiko. Eine Ansteckungsgefahr besteht schon ab dem ersten Stadium, wo der Keuchhusten noch nicht eindeutig als solcher zu erkennen ist. Die Ansteckung erfolgt über die Luft oder als Tröpfcheninfektion.

Nach einem Keuchhusten ist man für einige Jahre gegen ihn immun, wobei der Schutz hier, ebenso wie nach einer Impfung, mit jedem Jahr nachlässt. Eine vollständige, dauerhafte Immunisierung gegen Keuchhusten lässt sich somit nicht erreichen, höchstens vorübergehend. Somit sollten Sie als Eltern im Hinterkopf behalten, dass eine Ansteckung mit Keuchhusten bei Kindern, die unter einem Jahr alt sind, frühzeitig erkannt und behandelt werden sollte und eine möglicherweise erkrankte Person engen Kontakt zu sehr kleinen Kindern vermeiden sollte, um einer Ansteckung vorzubeugen.