Keuchhusten bei Erwachsenen

Keuchhusten ist eine klassische Kinderkrankheit. Die Infektionskrankheit kann aber nicht nur bei den Kleinen bleibende Gesundheitsschäden hinterlassen. Auch Erwachsene können sich mit den gefährlichen Bakterien anstecken, denn häufig wird die Auffrischung der Impfung vernachlässigt. Bei Erwachsenen verläuft die Krankheit häufig milder, als bei Kindern. Doch die Dauer der Erkrankung ist in jedem Alter sehr langwierig und strapazierend.

Erste Symptome des Keuchhustens

Keuchhusten ist auch unter der Bezeichnung “100-Tage-Husten” bekannt, denn im Durchschnitt benötigt der Körper diese Zeit zur Genesung. Dabei wird der Krankheitsverlauf in drei Phasen eingeteilt. Die erste Phase ist die Erkältungsphase. Anschließend wird der Körper durch die Keuchhustenphase geschwächt. In der folgenden Erholungsphase klingen die Hustenanfälle langsam ab. In den ersten Tagen zeigen sich die typischen Symptome einer Erkältung. Die Betroffenen haben Schnupfen, eine etwas erhöhte Körpertemperatur und sie sind abgeschlagen und müde. Nach zwei Wochen beginnt die Phase des Keuchhustens. Diese krampfartigen Hustenanfälle können bis zu 12 Mal am Tag auftreten. Dabei wird ein extrem starker Hustenreiz ausgelöst. Zwischen dem Husten atmet der Erkrankte pfeifend ein, wodurch die Erkrankung ihren Namen erhielt. Die Hustenserie endet mit dem Erbrechen und einer anschließenden Pause des “Staccato-Hustens”.

Selfmade Millionen Club

Verlauf und Dauer der Erkrankung

Wenn der Keuchhusten ausgebrochen ist, dauert er in der Regel vier bis sechs Wochen an. Diese Phase wird als Anfallsphase bezeichnet. In dieser Zeit kommen die Hustenanfälle vor allem nachts. Der Körper versucht auf diese Weise den Erreger aus dem Kreislauf zu befördern. Es kommt zum Herauswürgen von Schleim. Durch diese heftigen Hustenreize treten Muskelkater sowie Bauch- und Kopfschmerzen auf. Häufig kann die Hustenphase bei Erwachsenen aber einen anderen Verlauf nehmen, sodass die Betroffenen gar nichts von ihrer Erkrankung mitbekommen. So kann der Keuchhusten die Symptome einer schweren Bronchitis aufweisen. Die starken Hustenanfälle bleiben dann aus. Dennoch sind auch in diesem Fall die Erkrankten ein Risiko für ihre Mitmenschen, denn auch sie tragen den Erreger für den Keuchhusten in ihrem Körper. Andere Menschen können sich durch Tröpfchen mit den Bakterien anstecken.

Regeneration

Nach der langwierigen Phase mit den Hustenanfällen folgt in den kommenden sechs bis zehn Wochen die Erholungsphase. Nur sehr langsam klingen die Hustenattacken ab. Wenn die Erkrankung einen schwächeren Verlauf aufzeigte, können in dieser Phase bereits alle Symptome verschwunden sein. Dennoch trägt der Körper noch immer das ansteckende Bakterium in sich, sodass er ein gesundheitliches Risiko für seine Mitmenschen darstellt. Daher ist es wichtig, dass die Betroffenen auch in dieser Phase vorsichtig im Kontakt mit anderen sind.

Therapie und Vorbeugung der Krankheit

Der Grund für die Hustenattacken, die je nach Alter unterschiedlich stark ausfallen können, sind beschädigte Flimmerhärchen in den Lungen. Das Bakterium Bordetella pertussis ist hierfür verantwortlich. Durch eine Tröpfcheninfektion wird es von Mensch zu Mensch übertragen und setzt sich anschließend an den Flimmerhärchen fest. Während der Therapie müssen die Betroffenen über einen Zeitraum von zwei Wochen ein Antibiotikum einnehmen. Dieses tötet die gefährlichen Bakterien ab. Bis sich die Flimmerhärchen von der Erkrankung erholt haben, dauert es mehrere Monate. Damit sich der Keuchhusten gar nicht erst ausbreiten kann, sollte sich jeder Erwachsene regelmäßig impfen lassen.