Fette und Fettsäuren

Die drei Fettsäuren, aus denen Fett besteht, gehen mit dem Alkohol Glyzerin eine Bindung ein. Die Fettsäuren können in ihren Eigenschaften sehr unterschiedlich sein und entsprechend gibt es verschiedene Arten von Fetten. Die Gruppierung der Fettsäuren hängt vom Sättigungsgrad oder auch von der Menge der gebundenen Wasserstoffatome ab. Den meisten Wasserstoff enthalten gesättigte Fette, den wenigsten Wasserstoff enthalten mehrfach ungesättigte Fette.

Die sogenannten Fette gehören zu den Grundnahrungsmitteln. Unter den drei Nährstoffarten Fette, Kohlenhydrate und Eiweiß, hat Fett den höchsten Energiegehalt. Unser Körper gewinnt demnach aus Fetten Energie, wobei der Grundbedarf an Energie in der Regel durch Kohlenhydrate gedeckt wird. Fett ist also zum einen ein Energieträger und zum anderen liefern Fette dem Körper Rohstoffe, mit denen verschieden Körpersubstanzen und die Vitamine A, D, E und K gebildet werden. Deshalb sind Fette für den Körper wichtig und sollten mit etwa 30% der täglichen Kalorienzufuhr mit aufgenommen werden. Fette werden nicht nur  als Energieträger- und Lieferant verwendet, sondern auch als Geschmacksträger für fettlösliche Aroma- und Geschmacksstoffe. Fettpolster stellen eine Art Wärmeisolierung dar und können Organe in gewisser Weise vor Verletzungen schützen. Schon seit einiger Zeit ist man sich darüber einig, dass Fett für den Körper sehr wertvoll ist und auch viele körperliche Prozesse von ihnen abhängig sind. Fett ist lebenswichtig! Die Art und die Menge entscheiden darüber, ob Fett dem Körper hilft oder schadet.

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Allgemein wird von guten und schlechten Fetten gesprochen. Ist von guten Fetten die Rede, so handelt es sich um ungesättigte Fettsäuren. Ungesättigte Fettsäuren kommen beispielsweise in Raps- oder Olivenöl vor, dessen täglicher Kalorienanteil mindestens 10% betragen sollte. Ebenso sind essentielle Fettsäuren gemeint. Essentielle Fettsäuren werden die mehrfach ungesättigten Fettsäuren betitelt. Essentiell steht in diesem Fall dafür, dass der Körper sie braucht, aber nicht in der Lage ist, sie selbst herzustellen. Man unterscheidet hierbei zwei verschiedene Gruppen und zwar Omega 3 und Omega 6. Wobei Omega 3 Fettsäuren bevorzugt aufgenommen werden sollten. Zu finden hauptsächlich in fettem Fisch, wie Hering, Makrele oder Lachs oder Leinsamen und Rapsöl.

Zu den schlechten Fetten gehören hauptsächlich die langkettigen gesättigten Fettsäuren tierischer Herkunft. Diese Fette sind vor allem zu finden in: Butter, fetter Wurst wie Salami, Torten oder fettem Käse. Sie machen nicht nur dick, sondern sie gefährden auch die Gesundheit, insofern dass sie den Anteil von LDL (schlechtes Cholesterin) im Blut erhöhen. Zu den wirklich schlechten Fetten gehören die Transfettsäuren, die bei der industriellen Fetthärtung entstehen und besonders in Fast Food Produkten zu finden sind. Ernährungswissenschaftler raten, von diesen Fettsäuren höchstens 1% der täglichen Kalorienzufuhr aufzunehmen. Das würde in etwa eine Handvoll Chips entsprechen.

Auch beim Muskelaufbau spielen Fette eine wichtige Rolle. Einfache Fettsäuren, wie beispielsweise enthalten in Chips, Sahne oder Butter, sollten vermieden werden. Die ungesättigten beziehungsweise mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie in Fisch oder Pflanzenöl enthalten, sind erlaubt und können beruhigt verwendet werden. Dabei ist lediglich zu beachten, dass nicht mehr als 30% Fette der täglichen Nahrungskalorien ausmachen. Neben Energie bieten Fette auch Schutz gegen Krankheiten, wie beispielsweise Schlaganfälle und Herzinfarkte. Besonders gut für das Herz sind Omega-3-Fettsäuren und um ein effektives Muskeltraining absolvieren zu können, ist ein gesundes Herz eine Grundvoraussetzung.