Erektionsstörung – Was können Sie tun?

Eine Erektion ist die Blutfüllung der Penisschwellkörper. Nur durch diese Blutfüllung kann ein Penis erigieren und ein Sexualleben stattfinden. Liegt hier eine Störung vor spricht man von einer erektilen Dysfunktion, auch Impotenz genannt. Diese Erektionsstörung kann einmalig auftreten oder über einen längeren Zeitraum vorliegen. Wenn die Impotenz länger als sechs Monate dauert und über 70 Prozent der Versuche Sex zu haben scheitern, dann sprechen Ärzte von einem echten Krankheitsbild. Schätzungen zufolge sind etwa 30 bis 50 Prozent aller über 40-jährigen Männern dürften davon betroffen sein. Die Dunkelziffer dürfte allerdings sehr hoch sein.

Eine Erektion entsteht indem das Erektionszentrum im unteren Rückenmark das entsprechende Signal bekommt. Dieses Signal wird hauptsächlich bei sexueller Erregung ausgelöst. Ist die Erregung erfolgt, beginnt die Befüllung der Penisschwellkörper mit Blut und zeitgleich werden auch die Venen abgepresst, somit kann das Blut im Penis nicht mehr zurückfließen. Der Blutdruck im Penis ist während der Erektion um ein zehnfaches höher als der normale Blutdruck. Außerdem erschlafft im Penis die glatte Muskulatur. Es findet daraufhin eine Verdickung und Versteifung statt. Normalerweise ist in der Eichel eine Blutzufuhr vorhanden. Doch während einer Erektion wird die Vene auch blockiert und es kommt zudem zu einer Eichelvergrößerung. Ist die Ejakulation vorbei, kommt es zu einer Abschwellung, auch Demtumeszenz genannt.

Die Ursachen einer Erektionsstörung

Die Erektion ist ein sehr komplexer Vorgang, indem Nerven, Blutgefäße, die Psyche und Hormone zusammenarbeiten. Die Ursachen einer Erektionsstörung können deshalb sehr vielfältig sein. Zu den häufigsten Ursachen gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen, beispielsweise Arteriosklerose, da in diesem Fall nicht ausreichend Blut in den Penis kommt. Aber auch Diabetes, Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht, Wirbelsäulenerkrankungen, chronisches Nierenversagen, Erkrankung des Nervensystems, Psychische Erkrankungen, Alkohol- und Medikamentenmissbrauch.

Selfmade Millionen Club

Die Diagnose

Für viele Männer ist es ein harter Vorgang einen Arzt aufzusuchen. Es bedeutet eine große Überwindung, denn diese Erkrankung ist ein soziales Tabuthema. Um allerdings eine echte Diagnose stellen zu können, muss ein Arzt aufgesucht werden. Zudem wird dieser viele Fragen zum Sexualleben stellen. Genau bei solchen Themen haben viele Männer ein Problem offen darüber zu sprechen. Trotz alle dem ist es sehr wichtig, dass bei dieser Erkrankung ein Arzt aufgesucht wird. Oft kann diese Krankheit sogar ein Frühwarnzeichen für eine andere Erkrankung. Der Arzt wird es nicht nur bei der Befragung lassen sondern auch den Penis sowie die Hoden untersuchen um eventuelle organische Schäden feststellen zu können. Es folgt oft eine Urinprobe, eine Blutdruckmessung sowie eine Hormonstatusbestimmung. Deutet dabei etwas auf eine Nervenschädigung hin, dann werden die Nerven des Beckenbodens ebenfalls untersucht. Hier kann eine Ultraschalluntersuchung ebenfalls Klarheit verschaffen.

Therapie der Erektionsstörung

Die Therapie der Erektionsstörung ist stark abhängig von der jeweiligen Ursache. Eines ist klar, die Erkrankung muss behandelt werden. Denn Erektionsstörungen stören nicht nur das eigene körperliche Wohlbefinden sondern auch das geistige und auch die Partnerin leidet unter dieser Erkrankung. Meist werden aber nur die Ansätze und nicht die Ursache selber bekämpft. So ist der Patient ein Leben lang auf eine Therapie angewiesen. Wenn aber die Ursache behoben werden kann, kann das Problem ein für alle Mal verschwinden. Wichtig ist fast immer die Änderung der Lebensumstände. Mittlerweile ist beweisen, dass mehr Bewegung, ein Rauchstopp, Normalisierung des Blutdrucks, Gewichtsreduktion und die Senkung des Blutzuckerspiegels die Erektionsfähigkeit erhöht. Wenn keine andere Therapie hilft können auch Medikamente eingesetzt werden. Am gängigsten ist dabei der PDE-5-Hemmer. Er blockiert die Phosphodiesterase-5 Enzyme und die Penismuskulatur kann sich entspannen. Das Blut kann so wieder leichter in die Schwellkörper strömen. Allerdings setzt die Wirkung nur bei Erregung ein. Wenn dieser Wirkstoff nicht hilft, dann kann auch Apomorphin gespritzt werden. Andere Therapiemöglichkeiten wären auch Vakuumpumpen oder Penisprothesen. Dieses Problem hat nichts in einem Sexshop zu tun sondern muss immer ärztlich behandelt werden.