Haaarausfall Ursachen

Abnehmen ohne Sport

Es ist vollkommen natürlich, jeden Tag 50 bis 100 Haare durch den Haarerneuerungsprozess des Körpers zu verlieren. Dieser Prozess läuft folgendermaßen ab: erst befinden sich die Haare in einer Wachstumsphase und kommen dann anschließend in die Ruhephase (Telogenphase), in der sie nicht mehr wachsen, jedoch noch einige Monate stehen bleiben, bis sie dann ausfallen.

Die meisten Menschen leiden jedoch mindestens einmal in ihrem Leben unter schwerem Haarausfall.

Häufige Haarausfall Ursachen sind Medikamente, Chemotherapie, Bestrahlung und Vergiftungen durch bestimmte Chemikalien, Hormonstörungen und Stoffwechselkrankheiten, Schilddrüsen- oder Hautkrankheiten, einseitige Ernährung, Stress, usw.

Meist ist der Haarausfall vorübergehend, jedoch kann er in bestimmten Fällen auch dauerhaft sein, abhängig von der Schwere der Krankheit. Einige der häufigsten Haarausfall Ursachen möchte ich hier kurz erklären.

Haarausfall Ursache: Hormonstörung

Hormone stimulieren das Haarwachstum, sind aber auch eine häufige Ursache für den Haarausfall. Hormone haben großen Einfluss auf unser Haarwachstum. Dies betrifft die männliche, aber auch die weibliche Haargesundheit.

Haarverdünnung ist eines der hormonellen Probleme und betrifft sowohl Männer als auch Frauen.

Dies ist die häufigste Haarausfall Ursache beim Mann und wird auch als androgener Haarausfall. Obwohl noch nicht vollständig erforscht, gilt dieser Haarausfall als erblich bzw. genetisch veranlagt.

Die androgene Haarverdünnung beim Mann ist spezifisch und folgt einem Muster, nämlich einem frontal zurückweichenden Haaransatz, den Geheimratsecken, gefolgt von dem Lichten der Haare am Hinterkopf. Zurück bleibt ein Haarkranz im Nacken. Die Haarverdünnung bei der Frau folgt dagegen keinem spezifischen Muster.

Verursacht wird der androgene Haarausfall durch das Androgen DHT (Dihydrotestosteron), der aktiven Form des männlichen Hormons Testosteron. Jeder hat DHT, dennoch leidet nicht Jeder an Haarausfall bzw. Haarverdünnung.

Das liegt daran, dass nicht zu viel Testosteron die Ursache für den Haarausfall ist, sondern eine meist angeborene Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber diesem Hormon. Die Wachstumsphase der Haare wird durch DHT verkürzt und die Follikel verkleinert, wodurch die Haare früher ausfallen.

Bis dato ist die wirksamste Behandlung für die Probleme mit androgener Haarverdünnung der Einsatz von Anti-Androgenen. Dies sind vorbeugende Arzneistoffe, die die Entwicklung von DHT hemmen.
Haarausfall Ursache: Entbindung

Häufig verlieren Frauen meist ca. 3 Monate nach der Entbindung ungewöhnlich viele Haare. Dabei handelt es sich um eine Form des sogenannten diffusen Haarausfalls, bei dem die Haare am ganzen Kopf gleichmäßig verteilt ausgehen.

Das liegt daran, dass während der Schwangerschaft durch den Östrogenschub mehr Haare als sonst in der Wachstumsphase gehalten werden, wodurch schwangere Frauen in der Regel schönes und volles Haar haben.

Nach der Entbindung sinkt der Östrogenspiegel dann ab und dadurch werden deutlich mehr Haare in die Ruhephase geschickt, wodurch sie dann ca. 3 Monate später ausfallen. Dieser Prozess äußert sich unterschiedlich stark und beunruhigt viele Betroffene, ist jedoch in der kein Grund zur Sorge, da sich dieser Zustand spätestens 6 Monate später (also meist 9 Monate nach der Geburt) von selbst wieder normalisiert.

Selfmade Millionen Club

Haarausfall Ursache: Antibabypille

Da androgener Haarausfall durch verschiedene hormonelle Änderungen ausgelöst wird, kann die Antibabypille diesen Prozess bei Frauen mit genetisch bedingter Haarverdünnung zusätzlich verstärken. Dadurch kann androgener Haarausfall in deutlich jüngeren Jahren auftreten.

Deshalb sollten Frauen, die durch androgenen Haarausfall in ihrer Familie vorbelastet sind, sich vor der Einnahme der Antibabypille unbedingt auch diesbezüglich von ihrem Arzt beraten lassen. Dieser Typ des Haarausfalls ist in der Regel vorrübergehend und kann innerhalb von 1 bis 6 Monaten wieder aufhören. Allerdings kann es in Ausnahmefällen auch vorkommen, dass sich die durch den androgenen Haarausfall verlorenen Haare nicht wieder aufbauen lassen.

Haarausfall Ursache: Einseitige Ernährung

Eine gute, ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung ist sehr wichtig für Ihre Haargesundheit. Proteinarme und unregelmäßige Essgewohnheiten sind ebenfalls häufig Haarausfall Ursachen. Um Protein zu sparen, schickt unser Körper die Haare in die Ruhephase, was zu verstärktem Haarausfall führt.

Wenn also Ihr Haar mit der Wurzel sehr leicht herausgezogen werden kann, hat dies häufig den Grund, dass es Ihnen an einer ausgeglichenen Ernährung mangelt. Dieser Mangel kann durch eine ausgewogene Ernährung, reich an Proteinen, Vitaminen und anderen erforderlichen Nährstoffen aufgehoben werden.

Haarausfall Ursache: Eisenmangel

Eisenmangel ist häufig die Ursache für einen diffusen Haarausfall. Wird vom Körper zu wenig eisenhaltige Nahrung aufgenommen oder nicht genug Eisen absorbiert, verursacht dies häufig kann das Haar trocken, strohig und dünner werden.

Frauen sind während der Menstruationsperiode anfälliger, aber auch ein hoher Blutverlust beispielsweise nach Operationen kann zu Eisen-Unterversorgung führen.

Eisenmangel kann einfach vom Arzt ermittelt und durch eisenhaltige Nahrung und Eisenpräparate korrigiert werden.

Haarausfall Ursache: Krankheit

Durch Krankheit verursachter Haarausfall kommt sehr oft vor, ist aber vorrübergehend und das verlorene Haar kann wieder nachwachsen. Krankheiten wie Infekte oder Grippe, hohes Fieber, Schilddrüsen-Probleme usw., können zu Haarausfall führen.

Aber auch bestimmte Medikamente, Krebs-Behandlungen, chronische Krankheiten und Operationen sind potentielle Haarausfall Ursachen.

Jedoch sind diese Haarausfall-Probleme im Allgemeinen vorrübergehend und können behoben werden durch nährstoff- und abwechslungsreiche Ernährung und professionelle Hilfe.

Haarausfall Ursache: Stress

Bei zu viel Stress und beruflicher Belastung wird die Haarwurzel nicht mehr genug mit Nährstoffen versorgt. Der bei Stress freigesetzte Botenstoff Cortisol wirkt abbauend auf Knochen, Muskeln und Haut. Dadurch wird das Haarwachstum ausgebremst, was schließlich zu diffusem Haarausfall führen kann.

Ähnlich wie beim hormonellen Haarausfall wird auch beim Haarausfall durch Stress die Wachstumsphase der Haare verkürzt, wodurch eine Haarverdünnung einsetzt. Allerdings ist dieser Prozess im Gegensatz zum hormonellen Haarausfall umkehrbar, so dass durch eine Verbesserung der Stress-Situation auch die Haare wieder nachwachsen.