Fahrsicherheitstraining – Bessere Fahrzeugbeherrschung

Einen Führerschein zu besitzen ist erst der Anfang. In der Fahrschule erlernt man die Verkehrsregeln sowie die grundlegende Bedienung eines Kraftfahrzeugs. Das eigentliche Fahren lernt man dort jedoch nicht! Das Fahren wirklich zu lernen ist ein langer Prozeß, und man hört im Prinzip niemals auf, etwas hinzuzulernen – manchmal leider jedoch erst auf die schmerzhafte Art, wenn es durch eine falsche Reaktion zu einem Unfall gekommen ist. Kein Autofahrer kann sich davon freisprechen, in gefährliche Situationen geraten zu können, und auch bei noch so vorsichtiger, vorausschauender und defensiver Fahrweise kann man jederzeit durch das Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer zu abrupten Manövern gezwungen werden.

Ein Fahrsicherheitstraining hingegen ist die beste Möglichkeit, den Lernprozeß zu beschleunigen und so Unfällen vorzubeugen, die durch mangelnde Erfahrungen in Extremsituationen, durch verzögerte oder gar falsche Reaktionen passieren können. Ein solches Sicherheitstraining ist natürlich insbesondere für Fahranfänger sehr empfehlenswert, aber auch jeder langjährige Führerscheininhaber kann dabei mit Sicherheit noch einiges hinzulernen und seine Reaktionen vervollkommnen. Fahrsicherheitstrainings werden von Automobilclubs angeboten, können aber auch bei einer zunehmenden Anzahl von freien Anbietern gebucht werden.

Ein solches Fahrtraining vermittelt erst einmal die Grundregeln der Fahrzeugbeherrschung. Zum üblichen Kursumfang gehören z.B. unter anderem:

  • Notfallbremsungen mit und ohne Ausweichübung auf nassem Asphalt sowie auch auf einer Gleitfläche, die in in ihrer Griffigkeit etwa einer festgefahrenen Schneedecke entspricht.
  • Slalomfahrten
  • Übungen zum Einfangen des schleudernden Fahrzeugs, ggf. auch kombiniert mit Ausweichübungen
  • Kreisbahnfahrten um das Ausbrechen des Fahrzeugs zu provozieren und beherrschen zu lernen.

 

Manche KFZ-Versicherungen gewähren nach Vorlage eines Teilnahmenachweises übrigens Rabatte auf die Versicherungsbeiträge, und einige Berufsgenossenschaften fördern ebenfalls eine Teilnahme ihrer Mitglieder durch Zuschüsse zu den Kursgebühren.


 

Bußgelder im Ausland

Selfmade Millionen Club

Derzeit laufen EU-weit Bestrebungen, Bußgelder wegen Verkehrsverstöße noch stärker als bisher auch im Ausland einzufordern und beizutreiben. Wurden bislang im Ausland festgesetzte Bußgelder für dort begangene Verstöße wie falsches Parken, zu schnelles Fahren oder andere Vergehen nicht bezahlt, so haben die zuständigen Behörden häufig auf die aufwendige und kostenintensive Beitreibung im Ausland verzichtet. Zukünftig sollen solche Forderungen EU-weit von allen Mitgliedsländern gegenseitig anerkannt, im Heimatland dann die Bußgelder von den eigenen nationalen Behörden vollstreckt werden. Das Bundesjustizminsterium hat diese Pläne bereits bestätigt, wann die Neuregelung jedoch in Kraft treten soll, ist derzeit noch nicht absehbar. Man sollte sich aber trotzdem nicht dazu verleiten lassen, diese Verzögerung auszunutzen: möglicherweise könnten dann auf diesem Wege nämlich sogar Bußgelder aus früheren Jahren rückwirkend eingefordert werden!

Im Auto mit dem Handy am Ohr ertappt zu werden kann richtig teuer werden. Doch nicht nur wegen der hohen Bußgelder sollten Sie auf das Telefonieren während der Fahrt verzichten, sondern vor allem wegen der erheblichen Gefahren, die sich daraus ergeben. Damit Sie wissen, welche Bußgelder bei Zuwiderhandlung fällig werden können, finden Sie hier die einschlägigen Bußgeldbeträge der wichtigsten europäischen Länder. Falschparken ist einer der häufigsten Verkehrsverstöße überhaupt – und schon ein einziges falsch abgestelltes Auto kann mitunter zu einem totalen Verkehrskollaps führen.Kein Wunder also, daß solche Verstöße oft recht hohe Bußgelder nach sich ziehen, im Ausland teilweise noch erheblich höher als in Deutschland selbst.(Merke: zu den eigentlichen Bußgeldern können sich ggf. noch weitere immense Kosten für das Abschleppen/Sicherstellen des Fahrzeugs hinzuaddieren.)

Warnwestenpflicht in Europa
Eine Warnweste erfüllt den Zweck im Strassenverkehr besser gesehen zu werden. Warnwesten gibt es in verschiedenen Farben (gelb, orange, rot) und haben eine gewissen Anteil an reflektierenden Material. Im europäischen Raum muss diese folgende Kenzeichnung besitzen (DIN EN 471). Eine Warnweste ist in vielen europäischen Ländern Pflicht! In Frankreich werden seit dem 1. Septemper 2008 selbst die Radfahrer dazu verpflichtet bei schlechten Sichtverhältnissen eine Weste zu tragen. In Deutschland ist dies den privaten Fahrzeugführer noch freigestellt, jedoch rät der ADAC diese generell mitzuführen und bei Unfällen oder Pannen zu tragen.  Der ADAC hat eine Liste zusammengestellt, in der die Länder aufgeführt sind, in denen eine Warnwestenpflicht gilt. Seit dem 1. Juli 2008 gilt sie auch in Frankreich, somit ehöht sich weiter die Zahl der Länder in denen Warnwesten zur Pflicht werden. Generell wird unterschieden zwischen Mitführpflicht (M) und Tragepflicht (T) , das ist je nach Land unterschiedlich wie auch die Regelungen der Bußgelder.