Die Zeugnismappe – Eintrittskarte für das Vorstellungsgespräch

Ein wesentliches Kriterium von Personalabteilungen und Abteilungsleitern für die Auswahl von geeigneten Bewerbern ist noch immer die Bewerbungsmappe.

Wer hier als Bewerber erste Punkte sammeln möchte, ist gut beraten diese mit Sorgfalt und unter Berücksichtigung einiger sachtypischer Aspekte zusammenzustellen.

Als Faustregel lassen sich hier fünf Stichpunkte anführen, die in der Regel in die Bewertung einer Zeugnismappe einfließen.

Angemessener Eindruck, Zielführung, Strukturierung, Vollständigkeit und Originalität.

Unter angemessenem Eindruck ist die Wirkung der Mappe auf den Betrachter im Zusammenhang mit der ausgeschriebenen Position zu verstehen.

Nach dem Motto: „Kleider machen Leute“ sollte Aufwändigkeit und Stil der Mappe passend zu der Stelle ausgewählt werden. Für die Bewerbung zum Geschäftsführer kann nicht auf eine edle Mappe mit Eindruck verzichtet werden, für den Lagerarbeiter darf es auch etwas schlichter sein.

Die Mappe sollte immer neu, sauber und in die drei Hauptaspekte - Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse – separat unterteilbar sein. Hierbei hat der Betrachter alle drei wesentlichen Punkte im Blick, und das macht es ihm leicht die Eignung als Bewerber zu beurteilen.

Macht man dem Betrachter die Übersicht leicht, hat der es leichter die Vorauswahl zu treffen.

Tabu sind daher: Schnellhefter, Ringbücher gebrauchte oder unsaubere Mappen und all zu buntes – es sei denn man bewirbt sich .als Clown.

Zielführung bedeutet Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und oberstes Zeugnis so auszuwählen, dass alle drei die optimale Eignung des Bewerbers für die fragliche Stelle, auf einen Blick bieten.

Neben der Ausführung im Bewerbungsschreiben warum gerade dieser Bewerber sich für die Stelle eignet, schadet es nicht im Lebenslauf diesbezügliche Erfahrungen auffällig hervorzuheben und das entsprechende Zeugnis an die oberste Stelle zu legen.

Auch diese Maßnahme, hilft in der Vorauswahl auf der richtigen Seite der beiden Haufen zu landen.

Durch Strukturierung setzt man den gesamten Kontext der Mappe in den idealen Zusammenhang zur ausgeschriebenen Stelle. Der Lebenslauf wird danach geordnet möglichst viele relevante Punkte des Jobangebotes abzudecken, die Reihenfolge der Zeugnisse orientiert sich an Anforderungspunkten und Expertisen der Stellenausschreibung.

So findet der Betrachter nicht nur aktuelle sonder auch vergangene Pluspunkte für den Bewerber in unmittelbarer Reihenfolge. Dies ist ein Garant für das Bestehen der zweiten Auswahl für den immer kleiner werdenden Haufen an Bewerbungen.

Vollständigkeit beschreibt den Vollständigen Lebenslauf und die Vollständigkeit aller relevanten Zeugnisse. Hier ist Vorsicht geboten, denn oft schmeißt einem ein schwarzer Punkt der Vergangenheit einen Knüppel zwischen die Füße.

Trotzdem ist Vollständigkeit ein Aspekt, der in vielen Personalabteilungen Bewertung findet.

Optimal in diesem Fall ist eine Sortierung nach Relevanz, gut und schlecht in der Hoffnung, dass der Betrachter nach dem dritten oder vierten Zeugnis einen ausreichenden Eindruck gewonnen hat.

Als letzter Punkt die Originalität. Hier sollte man sich die Frage stellen, ob Originalität und Kreativität Bestandteil des Jobs sind. Originalität erweckt sicher Interesse und kann ein Turbobooster sein für ein Bewerbungsgespräch. Dies wird allerdings umso härter auf tatsächliche Qualifikationen geprüft.

Aus der Masse hervor zu scheinen ist sicher eine Hilfe um einen Termin zu bekommen, bei konservativen Entscheidern allerdings auch immer ein Risiko.

Am besten stellt man dies immer in ein gesundes Verhältnis zur Qualifikation. Dann ist es ein echter Türöffner.

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